Ein Auswärtssieg als Antwort.
3:1-Erfolg des FSV beim spielstarken TSV Gangkofen – Irres Tor von Anton Metzner.
Nach der 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Pilsting in Verbindung mit den Platzverweisen von Lunz und Seer musste sich das FSV-Team vor dem Match beim TSV Gangkofen zum einen personell neu sortieren, und konnte zweitens nur darauf hoffen, dass zuletzt verletzte Leistungsträger, wie Löffler, Perstorfer und Zellmer wieder ins Aufgebot, wenn nicht gar in die Start-Elf zurückkehren würden.
Die Hauptaufgabe in diesem Flutlichtspiel am Freitagabend bei diesem namhaften Gastgeber bestand darin, der Defensive wieder zu jener Stabilität zu verhelfen, die sie vor der Winterpause ausgezeichnet hatte, aber zuletzt – sieben Gegentreffer in drei Partien – verloren gegangen war.
Auf dem „Wunschzettel“ des FSV stand darüber hinaus, wenn irgendwie möglich, mit einem Sieg den Sechs-Punkte-Vorsprung gegenüber dem auf Rang zwei liegenden FC Dingolfing II zu verteidigen.
Unter der Regie von Referee Maximilian Riedl (SV Lalling) wurden Kevin Löffler als Linksverteidiger und Christian Zellmer als Rechtsaußen in die Start-Elf berufen, während Manuel Perstorfer nach einer Stunde ins Geschehen eingriff, wobei man bei einigen Aktionen spürte, dass ihm eine weitere Woche dosiertes Aufbau-Training gut tun wird, ehe er, – wie von ihm gewohnt, – seine Spurts vollumfänglich anbieten kann!
Landau startete zwar mit Eckbällen und Abschlüssen offensiv, aber die erste dicke Chance hatte der TSV nach einem Konter, den Häglsperger, der zusammen mit Golobic beim Gastgeber für viel Betrieb sorgte, zum Glück knapp neben das FSV-Gehäuse setzte (3.).
Einmal wieder selber in Führung gehen, diesen Wunsch der FSV-Anhänger bereitete „Flo“ Reitberger mit einer präzisen Eingabe auf Michael Wagner vor, der aus Nahdistanz nur noch vollenden musste (13.).
Dass der Torschütze nicht nur im Verlauf dieser Partie unzählige Kopfball-Duelle ablieferte, um damit Metzner ins Spiel mit einzubeziehen, unterstreicht, warum den FSV-Anhängern der Atem stockte, als er in der 78. Min. verletzt schien, aber zum Glück weiterspielen konnte.
Landau blieb in seiner stärksten Phase am Drücker und bejubelte das 2:0 durch Christian Zellmer (21.) nach einem fantastischen Zuspiel von Anton Metzner in den freien Raum, der selber wenig später das 3:0 auf dem Schlappen hatte, aber aus 16-Metern allein vor dem Keeper an ihm scheiterte (29.).
Dass man noch nicht alle Mängel in der Defensive behoben hatte, zeigte sich beim 1:2 (33.), als dem Torschützen eine inkonsequente Abwehraktion reichte, um Torhüter Max Putz per unhaltbarem Flach- schuss in die lange Ecke zu bezwingen.
Die Chance zum 2:2-Ausgleich hatte Vilsmaier (50.) auf dem Fuß, doch Putz vereitelte diese, als er den Flachschuss mit Bravour zur Ecke parierte.
Obwohl beide Teams mehr können, als sie im Verlauf der zweiten Halbzeit den 120 Zuschauern boten, musste der FSV ständig um den knappen Vorsprung bangen, ehe Anton Metzner in der 90. Minute zwischen Eckfahne und Strafraumeck an den Ball kommend, mit einem „irren“ Treffer aus spitzem Winkel ins leere Gehäuse erlöste!
Es war zwar zum einen der Qualität des Gegners, aber auch der hohen Fehlpass-Quote des FSV-Teams geschuldet, dass die Bergstädter zum Teil über weite Strecken der Partie „aus dem Spiel genommen wurden!“
Ein probates Mittel dagegen wäre, wieder weniger lange Bälle zu schlagen, und etwas mehr dem Kombinationsspiel aus der eigenen Hälfte zu vertrauen, um öfter in Ballbesitz zu bleiben, und dadurch mehr Sicherheit zu erlangen.
Dass beim Gastgeber mit Michael Koppermüller (10 Tore) ihr torgefährlichster Angreifer fehlte, und Spielertrainer Andreas Vilsmaier mit vereinten Kräften daran gehindert wurde, seinem Team zum Sieg zu verhelfen, waren zwei entscheidende Kriterien, um letztendlich die drei Punkte in die Bergstadt zu entführen.
Ein „Dreier“, an den man sich noch länger erinnern wird, weil er fünf Spieltage vor Saisonende gegen ein fußballerisch starkes Team als richtungsweisend einzustufen ist!
FSV Landau: Putz, Loibl (90.+4 Bumeder), Damböck, Ortmeier, Löffler (90.+3 Wippenbeck), Weinzierl (90.+3 Mann-Wagner), Reitberger, Wagner (90.+3 Elsberger), Zellmer, Metzner und Etzel (60. Perstorfer).
Torfolge: 0:1 (13. Wagner), 0:2 (22. Zellmer), 1:2 (34. Häglsperger), 1:3 (90. Metzner).
FSV-Spielertrainer Max Putz:
„So eine Derby-Niederlage wie zuletzt, die nagte natürlich an uns, aber die Mannschaft hat heute die absolut richtige Reaktion gezeigt, und das bei einem Gegner, bei dem es sich um ein Team handelt, das fußballerisch weit höher anzusiedeln ist, als ihr aktueller Tabellenplatz das vermuten lässt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um zu bedauern, dass wir derzeit unseren Einwechselspieler so wenig Einsatzzeit geben können, was mir im Herzen weh tut, denn sie sind in jedem Training, und ordnen sich unter, ohne aufzubegehren, so dass ich den heutigen Sieg auch als ihren Erfolg bezeichnen möchte!“
Am nächsten Samstag – Anstoß 14 Uhr – erwartet das FSV-Team den SV-DJK Wittibreut in Landau. Bis dahin sollte auch die Dauer der Sperren für Lunz und Seer zumindest feststehen. Die „Zweite“ ist hingegen am Sonntag um 15 Uhr zum Stadtderby bei der SG Höcking/Ganacker zu Gast.
