Bericht KREISLIGA: SG Johannesbrunn/Binabiburg – FSV Landau (25. Spieltag vom 10.05.2026)

Der Meister lässt nicht locker.

3:1-Sieg bei „JoBi“ – Doppelpack von Perstorfer – Traumtor von Seer der dann Elfer verschießt.

Wohl dem Verein, der, wie der FSV Landau sein Saisonziel bereits vorzeitig erreicht hat, und für die letzten beiden Spieltage zwei „Freilose“ in der Tasche hat, ohne damit „verantwortungslos“ umgehen zu wollen!

Da auch die SG Johannesbrunn/Binabiburg (JoBi) nach ihrem kürzlich in Geratskirchen eingefahrenen 4:1-Sieg, nun mit 36 Punkten den 6. Rang belegend, in der Tabelle keine Ängste mehr nach unten, und keine Ambitionen mehr nach oben hatte, konnten beide Teams befreit an die Partie herangehen.

Dass sich der Gastgeber im Duell gegen den Meister vor eigenem Anhang von seiner „besten Seite“ zeigen will, damit war allerdings aus Sicht der Bergstädter zu rechnen, zumal die SG im Verlauf der elf Rückrunden-Partien nur zwei Siege und fünf Remis für sich verbuchen konnte.

Den Teams der SG Johannesbrunn/Binabiburg (JoBi) als gesicherter Gastgeber und des FSV Landau als bereits feststehender Meister bot sich so die Gelegenheit, ihren Anhängern eine Begegnung ohne Zittern und Bangen liefern zu können, wozu sie vor 100 Besuchern von Referee Raphael Röhrl (RSV Parkstetten) auf den Platz geführt wurden.

Dass die FSV-Coaches dabei gegenüber den zuletzt entscheidenden Auftritten, auf den einen oder anderen verletzten, oder auf arg strapazierten Akteuren, wie Wagner, Damböck und Zellmer völlig, und auf andere Jungs zumindest teilweise verzichten würden, war zu erwarten und durchaus legitim.

Wer allerdings „Sommer-Fußball“ ohne Feuer in den Zweikämpfen erwartet hatte, der sollte sich bei Anton Metzner erkundigen, der gegen aggressiv zu Werke gehende Gastgeber mehrfach jede Menge einstecken musste.

Torhüter Felix Bielmeier, der wie erwartet zwischen den Pfosten stand, sah sich bis zum 0:1 von Seer einer feldüberlegenen JoBi-Elf gegenüber, die in der 16. Min. Pech mit einem Pfostentreffer hatte und auch den Nachschuss knapp daneben setzte.

Allerdings zog Seer wenig später dem Gastgeber förmlich „den Stecker“ als er das Leder aus 20-Metern halbrechter Position mit links ins lange Kreuzeck zirkelte.

Nun war zu spüren, dass der FSV auf Kunstrasen bestens klar kommt, und setzte mit Abschlüssen von Etzel (26.), und Nefes (38.) nach, während TH Bielmeier zwischendurch einen 20-Meter-Flaschuss zu entschärfen hatte.

Dass sich der Gastgeber mit dem 0:1-Pausenstand nicht zufrieden geben würde, wurde im zweiten Durchgang bei zwei vergeblichen Abschlüssen (49./50,) deutlich, ehe eine Maßflanke von Nefes auf Perstorfer per Kopfball zum 2:0 führte (56.).

Weil nur 60 Sekunden später ein präziser Flachschuss unhaltbar zum 1:2 im FSV-Gehäuse einschlug, war die Partie wieder offen, und die FSV-Abwehr um den herausragenden Löffler hatte jede Menge an Versuchen abzuwehren.

Ein Handelfmeter schien die Entscheidung zu bringen, doch Seer rutschte mit dem Standbein weg und setzte das Leder drüber (75.).

„JoBi“ ließ nicht locker, wurde aber durch Nefes, der zusammen mit Metzner als Doppelspitze fungierte, klassisch ausgekontert, der zwar zunächst nur den Pfosten traf, aber Perstorfer war zur Stelle und drückte den Ball zum 3:1 über die Linie.

FSV Landau: Felix Bielmeier, Enrico Loibl (81. Stefan Wieser), Adrian Bumeder (84. Nepomuk Eberhard), Kevin Löffler, Johannes Lunz, Simon Weinzierl (60. Florian Reitberger), Felix Mann-Wagner (46. Manuel Perstorfer), Timo Seer, Kerim Nefes, Anton Metzner und Thomas Etzel.

Torfolge: 0:1 (23.) Timo Seer Traumtor aus 20-Metern ins linke Kreuzeck. 0:2 (56.) Manuel Perstorfer per Kopfball nach Maßflanke von Kerim Nefes. 1:2 (57.) Felix Wimmer mit präzisem 18-Meter-Flachschuss. 1:3 (83.) Manuel Perstorfer im Nachschuss nach Pfostentreffer von Kerim Nefes.

FSV-Spielertrainer Max Putz:

Die Jungs der „Ersten“ haben am kommenden Samstag – Anstoß 15 Uhr – zum Saisonabschluss den TSV Ulbering zu Gast dem mit 30 Punkten als aktuell 10. der Tabelle der TSV Gangkofen (29) und die DJK-TSV Dietfurt (28) als momentane Relegationsplatz-Inhaber im Nacken sitzen, eine ähnlich knifflige Aufgabe zu bewältigen!

Dem TSV Pilsting können die Bergstädter – die bereits 60 Punkte auf dem Konto haben – hingegen nicht mehr behilflich sein, denn trotz der vier Punkte, die man dem Nachbarn beim 0:0 im Hin- und beim 1:3 im Rückspiel „überließ“, steht er bereits vorzeitig als sicherer Absteiger fest!