„Ein Pastor, der auch über Fußball predigen könnte!“

Simon Höfli begeistert auch dieses Jahr die Kids wieder mit seiner Idee der „Fußballwoche!“

Ein Erinnerungs-Foto (oben) mit den Trainern, an die fünf tollen Tage gehört natürlich ebenso dazu, wie (unten) die gemeinsamen verbrachte Phase der Ruhe, nach dem Mittagstisch!

Wenn man den Kindern – zwischen 9 und 13 Jahren – mit ihren Übungsleitern als „Zaungast“ beim Training über die Schultern blickt, dann ist der Spaß, aber auch der Wille, etwas zu erlernen, sprich sich fußballerisch und teammäßig zu verbessern, nicht zu übersehen!

So der Eindruck von FSV-Juniorentrainer Franz Holzmeier, der die „Fußballwoche“ für eine sehr gute Sache hält, und sie keinesfalls als Konkurrenz-Veranstaltung zur Jugendabteilung des FSV betrachtet, sprach während der diesjährigen Fußballwoche auf dem Sportgelände des Landauer Stadions mit dem Pastor der evangelischen Freikirche Landau, Simon Höfli, der dieses Fußball-Highlight mit geschulten Trainer-Kollegen und zahlreichen Helferinnen und Helfern seiner Pfarrei inzwischen seit 2022 in Landau organisiert und aktiv mitgestaltet!

01: Wenn eine Veranstaltung wie die „Fußballwoche“ bereits fünf Jahre in Folge stattfindet, dann kann man wohl behaupten, sie hat sich etabliert?

Simon:

Ja, das ist richtig, wobei ich dieses Jahr erstmals ins Schwitzen kam, weil es etwas gedauert hat, bis die ersten Anmeldungen eingegangen sind, aber ja, viele der diesjährigen Teilnehmer kennen wir bereits aus den Vorjahren, und einige „Stammgäste“ sind unserer Altersgruppe sogar schon entwachsen!

02: Woher kommt bei dir die Begeisterung für den Fußball und diese Veranstaltung im Speziellen?

Simon:

Fußball hab ich schon immer gerne gespielt, aber früher auf unserem elterlichen Bauernhof daheim auf der Wiese, wo ich mir mein eigenes Tor gebaut hatte und mit meinen Kumpels den Tag verbracht.

Im Verein habe ich leider nie als Spieler gekickt, weil die Arbeit auf dem Hof Vorrang hatte.

Als ich vor fast 20 Jahren angefangen habe, als Pastor tätig zu sein, bin ich in die Gemeinde Owingen am Bodensee gekommen, und da gab es eine Fußballschule im Sommer-Programm.

Dort durfte ich gleich anfangen, als neuer Pastor, – und meine erste großes Event war gleich die Fußballschule. So habe ich auch die christliche Sportorganisation „SRS“ kennengelernt. SRS organisiert Sportangebote wie Fußballschulen und verbindet dabei qualifiziertes Training mit christlichen Werten, Gemeinschaft und der persönlichen Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Durch diese ersten Fußballschulen wurde der ortsansässige Verein auf mich aufmerksam, und fortan war ich dann ca. zehn Jahre lang als Juniorentrainer tätig, konnte meine Begeisterung für den Fußball an die Kinder weitergeben, und seither organisiere ich auch diese Fußballschule!

03: Du hast auch dieses Jahr mit wieder geschulte Übungsleiter im Einsatz, woher kommen die Trainer?

Simon:

Dieses Jahr ist es der Jörg, der kommt aus dem Raum Nürnberg, er war schon vergangenes Jahr als Co-Trainer mit in Landau, war von der Sache begeistert, und ist mittlerweile als unser Chef-Coach dabei geblieben.

Dann haben wir noch den „Joey“ dabei, der kommt aus dem Raum Stuttgart, auch ein sehr begeisterter junger Mann, hat Erfahrung als Pfadfinder, ist mit Motorsport und eben auch mit dem Fußball sehr gut vertraut, schließlich ist er selber Torwart und begeisterte die Jungs mit tollem Torhütertraining.

04: Wie viele Kinder haben sich in diesem Jahr über das Ferien-Programm der Stadt Landau bei euch angemeldet, und befinden sich auch Mädchen darunter?

Simon:

Dieses Jahr ist es toll, denn unter den 18 Teilnehmern befinden sich sensationell sieben Mädchen, von denen einige, – neben dem Training in ihrem Verein, – sich erstmals so richtig mit dem Fußball vertraut gemacht haben, nehmen bisher jede der Einheiten war, und haben sichtlich Spaß dabei.

05: Wie muss man sich den Tagesablauf in etwa vorstellen?

Simon:

Wir treffen uns täglich um 9.30 Uhr auf dem, übrigens tollen Rasen des Landauer Sportgeländes, zu diesem Zeitpunkt haben wir Trainer bereits die ersten Stationen aufgebaut.

Wir starten immer mit einer kurzen „Lage-Besprechung“ und überlegen uns für jeden Tag einen neuen Schlachtruf, erörtern den gegenseitigen Respekt und befassten uns kürzlich sogar mal kurz mit dem Philosophen Sokrates, wobei wir uns über das Thema unterhielten, welche Worte tatsächlich wichtig sind, und auf welche man auf dem Fußballplatz verzichten kann. Ich spreche dann immer noch ein Gebet und dann geht es dann richtig los.

So starten wir in den Vormittag, mit Aufwärmspielen, Pass-Übungen, Torschuss und Spielformen als sehr kompaktes Programm.

Danach begeben wir uns gegen 12.30 Uhr in unser Gemeindehaus in der Bahnhofstraße, dort steht das Mittagessen an, ehe sich die Kids kurz erholen, oder anderweitig austoben können.

Ab 14.00 Uhr erzählt dann jeder Trainer ein bisschen von sich, oder wir diskutieren darüber, was die eine oder andere Bibel-Geschichte mit Fußball zu tun hat, ehe der bei den Kids stets willkommene Nachtisch serviert wird.

Gegen 15.15 Uhr starten wir wieder mit unterschiedlichen Stationen in die nächste Trainings-Einheit, wo die Kinder das bisher Geübte bereits in die Tat umsetzen können.

Ein Spielchen zum Abschluss fehlt natürlich nie, und um 17.30 Uhr ist der Trainingstag beendet.

06: Alleine ist das ja nicht zu organisieren und durchzuführen, schließlich werden die Kinder nicht nur auf dem Platz trainiert, sondern die fünf Tage über auch versorgt und betreut, wer hilft dir denn dabei?

Simon:

Von den Mitgliedern unserer Kirchengemeinde haben wir da eine tolle Unterstützung, da wird täglich im Wechsel für uns gekocht, da muss ich mich tatsächlich um nichts kümmern, denn selbst unsere Nachbarn engagieren sich für unsere Sache, und dieses Miteinander erzeugt nicht nur bei uns Trainern, sondern auch bei den Kindern ein schönes Gefühl.

07: Wird auch 2027 wieder eine Fußballwoche stattfinden?

Simon:

Ich gehe mal stark davon aus, ja natürlich, denn die „Fußballwoche“ ist ein Format, das sich bewährt hat, von mir seit 20 Jahren betrieben wird, und so inzwischen auch seit 2022 in Landau stattfindet,

wo wir uns auf dem Sportgelände der Stadt sehr wohl fühlen, und es sich mit dem FSV Landau als Heimat-Verein gut zusammenarbeiten lässt.

PS:

Die diesjährige Teilnahmegebühr von 85,- € für das fünftägige „Rundum-Paket“ war mit Sicherheit erneut keine „Fehlinvestition“ der Eltern, die ihre Kinder beim Team von Pastor Simon Höfli sinnvoll beschäftigt, bestens versorgt und gut aufgehoben wissen!