Remis war gerecht, aber zu wenig!
Nach 2:0-Führung kassierte der FSV gegen Eintracht Landshut in der 90.+4. Min. das 2:2!
Wenngleich FSV-Coach Christoph Schambeck bereits nach Abschluss der Herbstrunde für sein Team von in der Frühjahrsrunde anstehenden elf „Endspielen“ auf dem Weg zum direkten Klassenerhalt sprach, so hatte gleich die erste dieser Partien, – das Heimspiel gegen den FC Eintracht Landshut – in vielerlei Hinsicht eine besondere Bedeutung!
Zum einen wollte man den Gast (15. der Tabelle) weithin hinter sich halten, und zum anderen sollte ein Auftaktsieg dafür sorgen, um Selbstvertrauen für das kommende Auswärtsspiel in Kelheim (29.03.) und das Heimspiel gegen Langquaid (05.04.) zu tanken!
Vor 130 Zuschauern hatte das Gespann um Schiedsrichterin Josefa Kilger (FC Ruderting) eine Partie zu leiten, bei der es ihre Aufgabe war, nach Möglichkeit jeden Zweikampf und jede Aktion ohne Zweifel zu beurteilen, um erst gar keine zu erwartende „Scharmützel“ aufkommen zu lassen.
FSV-Coach Christoph Schambeck, dem erstmals in dieser Saison nahezu der komplette Kader – aller- dings mit unterschiedlicher Fitness, wie sich herausstellen sollte – zur Verfügung stand, wählte jene Jungs aus, denen er vor 130 Zuschauern den Gewinn der drei Punkte zutraute.
Mit Valentin Damböck, Maximilian Elsberger und Tim Fischer konnten dadurch sogar drei Spieler aus dem BZL-Kader an die „Zweite“ abgestellt werden.
Und es sah gut für den forsch aufspielenden Gastgeber aus, der vom Anstoß weg Ball und Gegner klar beherrschte, und so das Geschehen eindeutig bestimmte, was nicht zuletzt am überragenden Zellmer lag, den der FSV-Coach auf der „10“ aufgeboten hatte, wo er, zumindest so lange seine Kräfte aufgrund einer erst überstandenen Erkältung reichten, zusammen mit Metzner, Perstorfer und Seer für großen Wirbel sorgte.
Beim Gast hatte Ex-Profi Lavancic für die „Erste“ noch keine Spielrecht und lief daher in der „Zweiten“ auf, so dass dem FSV nach der 1:0-Führung durch Perstorfer (19.), der einem 40-Meter-Diagonalball von Obermeier im Vollsprint nachsetzte und per Flachschuss in die lange Ecke erfolgreich abschloss, eine gewisse Erleichterung anzumerken war.
Bei weiteren gut vorgetragenen Angriffen fehlten oft nur Zentimeter zum 2:0, so bei einem Flachschuss von Zellmer (28.), oder einer Doppel-Chance für Seer und Metzner (30.).
Eine verdiente 1:0-Führung, aus der Metzner, der einen Abpraller nach Pfostentreffer von Zellmer über die Linie drückte (39.) das 2:0 machte.
„Alles unter Kontrolle“, dachten sich die FSV-Anhänger, ehe sich ein 35-Meterschuss über FSV-Keeper Bielmeier hinweg, zum 2:1 unter die Latte senkte (42.). zugegeben ein toller Schuss, der jedoch bei optimalerem Stellungsspiel vermeidbar gewesen wäre.
Dann doch beinahe das 3:1, als Metzner am hinteren Pfosten nur Zentimeter fehlten, um eine Eingabe von Perstorfer in die Maschen zu lenken (45.).
Personell zwar unverändert, aber leistungsmäßig wie ausgewechselt kehrte das FSV-Team aus der Pause zurück, hielt aber weiterhin das 2:1.
Sinnbildlich für den Leistungsabfall war eine heikle Situation, als der eingewechselte Ruder nur haar- scharf einen Foulelfmeter verhindern konnte (56.).
Mit weiteren Wechseln versuchten beide Trainer in der Folgezeit das Ergebnis zu beeinflussen, wobei der Gast wesentlich effektiver war.
Fortan folgten im Fünf-Minuten-Takt von Burim gefährlich getretene FC-Freistoßflanken, die oft nur mit Mühe bereinigt werden konnten, dabei war der FC ab der 82. Min. in Unterzahl, ohne nachzulassen!
So kam, was kommen musste, denn während der FSV einen 4:2-Angriff verschenkte (83.), landete in der Nachspielzeit ein Kopfball nach Eckstoß zum 2:2 im Netz.
FSV Landau: Felix Bielmeier, Lefter Cuku, Florian Reitberger, Patrick Ortmeier, Kevin Löffler, Simon Weinzierl (60. Michael Wagner), Hannes Obermeier, Christian Zellmer, Manuel Perstorfer, Anton Metzner (84. Kerim Nefes) und Timo Seer (55. Eric Ruder, 73. Alexander Knipf).
Torfolge/Schützen: 1:0 (19.) Manuel Perstorfer, nach 40-Meter Diagonalball von Hannes Obermeier. 2:0 (39.) Anton Metzner, Verwertung nach Pfostentreffer von Christian Zellmer. 2:1 (42.) Edvald Lamcaj, mit 35-Meterschuss über den FSV-Keeper hinweg. 2:2 (90.+4) Burim Sadriu, per Kopfball im Anschluss an einen Eckstoß.
Vorkommnisse: 82. „Zeitstrafe“ für Altin Gashi (FC Eintracht) nach Foulspiel bei FSV-Konter.
Trainer Christoph Schambeck:
„Mir fehlen die Worte, denn in der 1. HZ ließen wir das 3:0 liegen, oder mal ohne Gegentor bleiben, und nach der Pause riss bei uns der Faden komplett. Und das war nicht nur im heutigen Spiel so, und dann ist es halt aus Sicht des Gegners auch verdient, selbst wenn sie aus dem Spiel heraus keine wirkliche Torchance verzeichneten!“
Fazit vom „Zaungast“:
„Ein Sieg hätte zwar auch noch lange nicht den Klassenerhalt bedeutet, aber drei, statt nur ein Zähler hätten für die kommenden Spiele für etwas mehr Selbstvertrauen gesorgt!“
Am nächsten Samstag – Anstoß 15 Uhr – führt der Spielplan der Bezirksliga West das FSV-Team zum ATSV Kelheim.
Am Sonntag startet dann auch die Zweite – Anstoß 14 Uhr – mit einem Heimspiel gegen den FC-DJK Simbach II in die Frühjahrsrunde der A-Klasse Landau.