Der Weg des FSV zurück in die Bezirksliga!

Die Rückkehr des Aufsteigers zeichnete sich bereits nach der Herbstrunde ab!

An 23 von 26 Spieltagen führte man die Tabelle an – Zwischendurch neun Siege in Serie errungen!

Nur 340 Tage dauerte für das FSV-Meister-Team der Weg zurück in die Bezirksliga West!

Unabhängig welcher Spielklasse sie angehören, setzt sich jeder Verein vor Beginn einer Saison ein Ziel, das er nach Möglichkeit erreichen will!

Für manche Clubs, deren Team in der Vorsaison nur einen zweistelligen Tabellenplatz belegte, ist es bereits damit getan, wenn sie in der Endplatzierung einige Plätze „gut gemacht haben!“

Anders war die Situation beim FSV Landau, der im Sommer 2025 nach fünf stabil verlaufenen Spielzeiten in der Bezirksliga-West mit teils hervorragenden Platzierungen, aufgrund eines einzig fehlenden Punktes in die „Mühlen“ der Abstiegs-Relegation geraten war, und daraus nach zwei Niederlagen gegen die Kreisliga-Vize SC Falkenberg (1:4) und Mallersdorf/Grafentraubach (0:2) als Verlierer und somit als Absteiger in die Kreisliga „Isar/Rott“ hervorging.

Der Blick war zumindest gleich wieder nach vorne gerichtet!

Trotz der nach einem Abstieg als normal zu bezeichnenden Abgänge von Spielern und dem Versuch des Vereins, adäquaten Ersatz für sie zu finden, weiß man nie, welche Auswirkungen eine solche Kader-Veränderung nach sich ziehen wird!

Diese „Hürde“ hinderte die Bergstädter jedoch nicht daran, trotz einer Reihe von ernstzunehmenden Konkurrenten, die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga anzustreben, wozu man auf einen Kader aus über viele Jahre hinweg bewährten Spielern, einigen Neuzugängen, sowie mit dem in der Regionalliga bewährten Torhüter Max Putz auf einen Spielertrainer und Partner für Trainer Christoph Schambeck setzte.

Eine Stelle, die seit der gegenseitigen Trennung von Spielertrainer Florian Sommersberger ab dem 12. Spieltag der Saison 2024/25 über viele Monate hinweg unbesetzt war.

Absteiger werden zwar bekanntlich als Favoriten für den Titel gehandelt, aber man rollt ihnen in den Spielen nicht unbedingt den „roten Teppich aus“, es sei denn, man legt einen Start nach Maß hin und bleibt acht Spieltage in Folge unbesiegt, sowie das dem FSV-Team eindrucksvoll gelang!

Bedingt durch zwei Niederlagen in Folge musste man zwar nach zehn Partien kurzzeitig die Tabellen- führung abgeben, aber nur, um sie sich am nächsten Spieltag zurückzuholen, und seinen Vorsprung mit anschließend sieben Siegen in Serie zur Winterpause auf fünf Zähler auszubauen.

Jahres übergreifend wurde daraus mit neun Siegen in Folge sogar ein neuer Vereins-Rekord.

Doch durch die gleichzeitigen Punktverluste der Verfolger FC Dingolfing II und SV-DJK Wittibreut hatte sich nach 19 Spieltagen zwar bereits ein Polster von neun Zählern angesammelt, jedoch hatte sowohl im Trainingslager, wie auch in den darauffolgenden Wochen das Verletzungspech mit bis zu sechs Ausfällen kräftig zugeschlagen.

Erforderliche Umstellungen blieben nicht ohne Folgen!

Die Trainer hatten zwar immer noch elf Jungs auf dem Rasen und die „Bank“ halbwegs gut besetzt, aber die ständigen Umstellungen innerhalb der Start-Elf blieben nicht ohne Folgen, wenngleich man sie in den Spielen gegen Vilsbiburg (2:1-Sieg nach 0:1-Rückstand) und in Bonbruck (5:3-Erfolg nach 0:2-Rückstand) zwar nicht verbergen, aber gerade noch so hinbiegen konnte.

Wie schwer man tatsächlich angeschlagen war, das wurde bei der 1:3-Heim-Niederlage gegen den TSV Pilsting deutlich, als man bereits zur Pause mit 0:3 in Rückstand lag, und man aufgrund von zwei Platzverweisen den Schlusspfiff nur noch mit neun Akteuren erlebte.

Der Vorsprung auf den FC Dingolfing II und inzwischen einzigen ernsthaften Verfolger betrug zwar immer noch sechs Punkte – Wittibreut lag zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Zähler zurück -, aber das Selbstvertrauen wurde von Partie zu Partie geringer.

Das größte Problem dabei war, dass die einst stabilste Defensive der Liga mit nur neun Gegentoren in 17 Begegnungen, ihre Sicherheit verloren hatte und allein in den ersten drei Spielen der Frühjahrs- runde sieben Gegentreffern hinnehmen musste!

Dass dieses Manko von der Offensiv-Abteilung um Anton Metzner, Michael Wagner und Timo Seer, die teils über Monate hinweg mit Christian Zellmer und Manuel Perstorfer zwei ihrer stärksten Jungs zu ersetzen hatte, nicht immer wieder ausgebügelt werden konnte, verstand sich von selbst.

Mit der Partie beim TSV Gangkofen, die das FSV-Team mit 3:1 für sich entschied, wurde letztendlich am 21. Spieltag die entscheidende Phase der Saison in Angriff genommen!

Für den Umstand, dass man eine Woche später den Tabellendritten SV-DJK Wittibreut mit inzwischen wieder neun Punkten Vorsprung vor dem FC Dingolfing II zum Rückspiel empfangen konnte, dafür hatten die BMW-Städter selber durch ihre Heimniederlage gegen den FC Velden-Eberspoint gesorgt!

Der Weg für die Bergstädter zurück in die Bezirksliga schien fünf Spieltage vor Saisonende bei den verbliebenen drei Heim- und zwei Auswärtspartien geebnet zu sein, doch nicht für eine Fahrt mit dem ICE, sondern eher mit dem „Bummelzug“ wie sich beim 1:1-Remis in letzter Minute gegen den SV-DJK Wittibreut herausstellten sollte.

Doch als man eine Woche später, – nach dem zuletzt fast üblichen Rückstand – auch gegen den „Vize“ das Dingolfinger Waldstadion mit einem 1:1 verlassen hatte, war man nur noch ein Pünktchen von der Meisterschaft entfernt!

1:0 reichte zur vorzeitigen Meisterschaft!

Dass die DJK-TSV Dietfurt, – die selbst auf einem Abstiegs-Relegationsplatz stand, – am 24 Spieltag nicht etwa mit Blumenstrauß und Glückwünschen nach Landau kommen, sondern um die drei Punkte fighten würde, war dem FSV-Anhang bewusst, der sich jedoch im Vorfeld der Partie damit beruhigte, dass man ja nur noch drei Punkte vom Titel-Gewinn entfernt sei!

Aber beispielhaft für die gesamte Saison, oder zumindest für die Frühjahrsrunde, war wieder einmal, dass man sich das Siegen selber schwer machte, weil man seine Angriffs-Aktionen nicht präzise zu Ende spielte, obwohl man ein klares Plus an Spielanteilen, und frühzeitig mit 1:0 in Führung lag.

Aber wenn kümmerte dies an diesem Rückkehr-Tag in die Bezirksliga nach dem Schlusspfiff noch, als das Team von der Tribüne aus mit Sprech-Chören ihrer Anhänger als vorzeitiger Meister gefeiert wurde, und Kapitän Simon Weinzierl anschließend vom Spielleiter die Schale überreicht bekam.

Mit 57 Punkten auf dem Konto, konnte man die restlichen zwei Spieltage in aller Ruhe absolvieren, und war weder vom FC Dingolfing II (48), noch vom SV-DJK Wittibreut (46) einzuholen, die sich im Verlauf der Saison als ihre ärgsten Verfolger erwiesen, nachdem so namhafte Clubs wie der TSV Gangkofen, der SV Hebertsfelden oder der TSV Vilsbiburg überraschenderweise nur „Nebenrollen“ eingenommen hatten.

Beim 3:1-Auswärtssieg des FSV bei der SG Johannesbrunn/Binabiburg blieben die in der Start-Elf vorgenommenen personellen „Einsparungen“ noch ohne Folgen, doch im letzten Heimspiel gegen den TSV Ulbering reichte selbst eine 1:0-Führung von Thomas Etzel nicht mal mehr zu einem Remis, wie die 1:4-Niederlage belegt.

Personelle Veränderungen!

Von den insgesamt sieben „Neulingen“ präsentierte sich schon mal dieses Quartett (von links): Felix SCHUSTER (TSV Bogen), Nico MAYER (DJK Straubing), Jakob Gstettenbauer (ASV Cham) und „Rückkehrer“ Jakob STREIFENEDER (FC Ottering)! Nicht auf dem Foto sind: Michael REINWALD (TV Parsberg), sowie die beiden „Eigengewächse“ Maximilian PERSTORFER und Valentin BINNI!

Was die personellen Veränderungen nach dem feststehenden Wiederaufstieg betraf, stand zunächst nur fest, dass Thomas Etzel nach 340 Senioren-Einsätzen einen Schlussstrich ziehen würde, Kerim Nefes zukünftig bei der SG Höcking/Ganacker als Spielertrainer auf Torejagd gehen wird, und Trainer Christoph Schambeck nach fünf Saisons und 212 Spielen sein Engagement beendet, Spielertrainer Max Putz nur noch als Bands-Coach fungieren würde, und auf dem Platz von Ex-FSV-Akteur und Rückkehrer Samuel Pex von der SpVgg Hankofen vertreten wird!

Alle weiteren Entscheidungen liefen zwar unter der Regie von Simon Schott im Hintergrund ab, wurden aber bereits am nächsten Tag „aufgedeckt“, so dass die FSV-Anhänger frühzeitig wissen, mit welchem Kader die Bergstädter in die Saison-Vorbereitung starten werden, um ein weiteres Kapitel Bezirksliga-Fußball anzupacken.

Die einzig offene Frage wäre, ob auch Hannes Obermeier nach einjähriger Verletzungspause wieder ins Geschehen eingreift!
Prognose von mir als Chronist: Es sieht danach aus!

Aber sicherlich wird zur Saison 2026/27 nicht nur das FSV-Team mit „neuen Gesichtern“ aufwarten, sondern durch die Ab- und Aufsteiger auch die Bezirksliga West!