„Uff, das war Schwerstarbeit!“
Mühevoller 2:1-Sieg des FSV Landau nach 0:1-Rückstand über den TSV Vilsbiburg.
Als Tabellenführer mit einem Heimspiel in die Frühjahrsrunde starten zu können, wie dies am Samstag für den FSV Landau gegen den TSV Vilsbiburg als Tabellenvierten der Kreisliga der Fall war, hört sich zwar erfolgversprechend an, aber nur wenn man auch in der Lage ist, seiner Favoritenrolle gerecht zu werden!
Diese Frage zu beantworten, darin bestand bei fröstelnden Temperaturen vor 100 Zuschauern unter der Regie von Referee Fabio Galek (TSV Regen) eine der Hauptaufgaben des Gastgebers und Spitzenreiters, der zwar weiterhin auf Perstorfer und Damböck verzichten musste, aber mit Löffler und Wagner wieder zwei eminent wichtige Start-Elf-Rückkehrer in seinen Reihen, und eine volle Ersatzbank in der Hinterhand hatte.
Wenngleich der erwartet knappe Sieg des Gastgebers vom Platzverweis der Gäste und teils kuriosen Treffern begünstigt war, so bleibt doch festzuhalten, dass sich das FSV-Team zehn Eckbälle und sieben Freistöße in teils guter Position erarbeitet hatte, die diesen auf den ersten Blick glücklichen Dreier wiederum rechtfertigen.
Dass der Tabellenvierte seine Möglichkeiten durch Anderseck (6.) und Breuer (17.) ebenso wenig zu nutzen verstand, wie der FSV durch Anton Metzner (25./36.) oder Timo Seer (37.) erklärt den für die FSV-Anhänger enttäuschenden Spielstand von 0:1 nach dem ersten Durchgang, wofür Passarge per Foulelfmeter gesorgt hatte (23.).
Dass ausgerechnet ihm als gefährlichen TSV-Stürmer der Unparteiische kurz vor der Pause binnen 90 Sekunden „Gelb“ und „Gelb/Rot“ unter die Nase hielt, hatte er sich selbst zuzuschreiben, denn damit ebnete er dem FSV im zweiten Durchgang den Weg zu 45 Minuten Powerplay-Fußball mit bekanntem Ende.
Aus der Pause gekommen zündete das FSV-Team förmlich den „Turbo“ und schnürte die Gäste, die sich verständlicherweise dorthin zurückgezogen hatten, in die eigenen Hälfte ein, und versuchten dieses Bollwerk vorrangig über ihre beiden Flügel-Zangen Etzel und Seer, sowie Loibl und Zellmer zu knacken, oder jeden der sich aus ihren Reihen in die Spitze mit einschaltete, in Position zu bringen.
Selbst Weinzierl und Reitberger hielt es längst nicht mehr in der Defensive, wodurch der Angriffsdruck auf die TSV-Abwehr immer größer wurde, woraus auch die vielen Eckbälle und Freistöße resultierten.
Beim Ausgleich zum 1:1 wollte der emsige Loibl wohl eher eine Flanke schlagen, als auf das Tor zu schießen, und überraschte damit anscheinend auch den TSV-Keeper.
Dass der Schlussmann beim Freistoß-Treffer zum 2:1 von Seer nicht ans Leder kam, und so der Ball im Gehäuse landete, lag wohl an einem gewaltigen Pulk von Mit- und Gegenspielern, der sich vor ihm im TSV-Strafraum versammelt hatte.
Nicht zu übersehen war trotz des Sieges, dass Piller kurz nach seiner Einwechslung erneut mit einer Muskelverletzung ausfiel, und wie fahrlässig der Gastgeber nach dem 2:1-Führungstreffer mit seinen Konter-Chancen umging.
Die Erkenntnis aus diesem Match lautet somit, dass in den nächsten Partien definitiv eine Leistungs-Steigerung erforderlich ist, wenn man weiterhin die Pole-Position inklusive dem Fünf-Punkte-Vorsprung so lange wie möglich halten will.
FSV Landau: Max Putz, Enrico Loibl, Patrick Ortmeier, Kevin Löffler, Johannes Lunz (30. Thomas Etzel), Florian Reitberger, Simon Weinzierl, Michael Wagner (70. Tobias Piller, 84. Kerim Nefes), Timo Seer, Anton Metzner (90. Felix Mann-Wagner) und Christian Zellmer (90. Adrian Bumeder).
Torfolge: 0:1 (23.) Niclas Passarge per unhaltbarem in den Winkel verwandeltem Foulelfmeter. 1:1 (66.) Enrico Loibl mit überraschendem Abschluss aus spitzem Winkel. 2:1 (81.) Timo Seer mit direkt verwandeltem Freistoß aus halbrechter Position.
FSV-Trainer Christoph Schambeck:
„Ich habe genau so ein Spiel erwartet, eben ein besonderes Spiel nach der Winterpause. In der ersten Halbzeit war bei uns kein richtiger Zug drin, und dann ergaben sich zwar beiderseits Chancen, aber der TSV ging mit 1:0 in Führung. Letztendlich hat der Platzverweis die Wende gebracht, so dass wir zwar Powerplay spielen konnten, uns aber dennoch schwer getan haben. Durch einen kurioser Treffer und durch ein Standardtor kamen wir zu einem etwas glücklichen Sieg!“
VORSCHAU:
Am kommenden Wochenende startet zunächst am Samstag – Anstoß 12.30 Uhr – die „Zweite“ mit einem Heimspiel gegen den FC-DJK Simbach II in die Frühjahrsrunde der A-Klasse Landau, ehe die „Erste“ am Sonntag – Anstoß 16.00 Uhr – die Saison beim FC Bonbruck/Bodenkirchen fortsetzt!
